Logo der best-news
  Sie befinden sich in der Rubrik Studium
Startseite 
Kontakt 
Über uns 
Spende 
 
Das dynamische Menü kann hier nicht angezeigt werden. Sie finden es am Ende der Seite.
      
Nachfolgendes Dokument ist zugeordnet der Rubrik Studium

Servicestellen unterstützen hörgeschädigte Studierende in Berlin

Das Berliner Hochschulgesetz verpflichtet die Berliner Hochschulen, jedem behinderten Studierenden die erforderlichen Hilfen zur Integration zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören auch individuelle Hilfen. Für die Bewilligung individueller Hilfen waren in Berlin früher die Sozialämter zuständig, wie dies in andren Bundesländern nach wie vor der Fall ist.

Das hat sich im Jahr 2001 geändert, als die Berliner Hochschulen mit dem Studentenwerk und dem Land Berlin vereinbarten, die Bewilligung und Bereitstellung von individuellen Integrationshilfen für Studierende mit Behinderungen dem Studentenwerk Berlin zu übertragen. Anspruch auf Integrationshilfen - Studienassistenz, Gebärdendolmetscher, Schriftdolmetscher, individuelle technische Hilfsmittel u.a.m. - .haben alle an Berliner Universitäten ordentlich immatrikulierten behinderten Studierenden, also auch Promotionsstudierende, Studierende in einem Zweitstudium und internationale Studierende; und zwar für die Dauer des Studiums. Die Konzentrierung der Bewilligung und Bereitstellung der Hilfen auf eine Stelle ermöglicht kurze Bearbeitungszeiten und einheitliche Entscheidungen.

Die besonderen Angebote für hörgeschädigte Studierende am Beispiel der Technischen Universität in Berlin

Mit ihren 27.900 Studierenden zählt die TU Berlin zu den größten technischen Universitäten in Deutschland. Sie bietet mehr als 50 Studiengänge an. Der Schwerpunkt liegt auf den Ingenieur- und Naturwissenschaften, es gibt jedoch auch einige geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer. Rund 15 % aller Studierenden bezeichnen sich als behindert, davon über 10 % als chronisch krank Dieser hohe Anteil unterstreicht die Notwendigkeit, angemessene Bedingungen für ein chancengleiches Studium zu schaffen.

Etwas Besonders ist die Servicestelle für behinderte Studierende in der Universitätsbibliothek. Zwei Tutorinnen bieten hier umfassende, an individuellen Bedürfnissen orientierte Unterstützung an. Vor allem Hörbehinderte und gehörlose Studierende haben einen größeren Literatur-Bedarf als ihre nichtbehinderten Kommilitonen, sie müssen häufig nachlesen, was sie nicht gehört haben. Daher profitieren sie besonders von diesen Dienstleistungen:
· Literatur- und Medienbeschaffung aus den Bibliotheken der Technischen Universität und der Universität der Künste (Standortermittlung, Ausleihe, Rückgabe): Über die Servicestelle können Bücher für 3 Monate ausgeliehen werden.
· Hilfe bei der Benutzung der Präsenzbestände (Nachschlagewerke, Bibliographien, Zeitschriften
· Unterstützung bei der Katalogbenutzung
· Literatur- und Medienbeschaffung aus anderen Bibliotheken
· Fernleihbestellungen.

Weiterhin gibt es an der TU eine offene studentische Sprechstunde in Deutscher Gebärdensprache, jeden Donnerstag von 15-16 Uhr und nach Vereinbarung. Das soll vor allem eine Hilfe für Studieninteressierte sein, die sich sonst zu einem Beratungsgespräch erst mal einen Gebärdendolmetscher organisieren müssten. Die offene Sprechstunde hat den Vorteil, dass sie in die TU-Studienberatung integriert ist, dass also kompetente Beraterinnen und Berater zur Verfügung stehen, sie hat außerdem den Vorteil, dass sie von „Insidern“ durchgeführt wird: von hörbehinderten TU-Tutoren, die wissen, wovon sie reden bzw. gebärden.

Die großen Hörsäle an der TU sind oder werden mit visuellen Medien und mit Infrarottechnik ausgestattet, wobei die Akustiker die besonderen Bedürfnisse hörbehinderter Studierender berücksichtigen.
Es gibt reservierte Sitzplätze in den großen Hörsälen mit gutem Blick auf die Tafel und den/die Dozenten.
Während der jährlichen TU-Infotage gibt es eine zusätzliche Veranstaltung für hörbehinderte Schülerinnen und Schüler. Diese Veranstaltung ist in jedem Jahr sehr gut besucht, viele Schülerinnen und Schüler der Berliner Hörbehindertenschule sind dabei, oft begleitet von den Lehrenden ihrer Schule.

Ebenso stellt die TU jedem hörbehinderten Studenten für die Dauer seines Studiums unentgeltlich eine Mikroport-Anlage zur Verfügung. Weitere technische Hilfen erhalten Hörgeschädigte direkt über die Servicestelle beim Studentenwerk Berlin.

Brigitte Lengert, M.A.
Beauftragte für Studierende mit Behinderungen der TU Berlin

Kontakt und weiter Infos:
Studienberatung der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Tel. 314-25607, Fax 314-24805, brigitte.lengert@tu-berlin.de

[Januar 2007]



Sie haben einen Kommentar zu diesem Artikel?
Schreiben Sie uns!
Name
Email
(Der Absender erhält eine Kopie der Email.)
Interessante Kommentare werden hier auf der Seite veröffentlicht.
  
             
Web-Programmierung
© Ralph Reuchlein 2002






Menüpunkt best-news
Menüpunkt Pädagogik
Menüpunkt Studium
Menüpunkt Beruf
Menüpunkt Rehabilitation
Menüpunkt Service