|
Nachfolgendes Dokument ist zugeordnet der Rubrik Beruf

Dokumentation zur Ausbildung in Mediengestaltung
- Fachrichtung Mediendesign -
Für die Ausbildung zum Mediengestalter gibt es vier verschiedene Fachrichtungen:
Mediendesign, Medientechnick, Medienoperating und Medienberatung. Meine Dokumentation
zur Mediengestaltung orientiert sich hauptsächlich an der Fachrichtung
Mediendesign.
Die prinzipielle Tätigkeit von Mediengestaltung, also von allen vier Fachrichtungen
ist die gestalterische Umsetzung von Medienprodukten. Dies bedeutet die Gestaltung
mit Text- und Grafikdaten, d.h. die Bestimmung der Schriftart- und Größe,
der Aufteilung der beschrifteten und unbeschrifteten Flächen und Seiten
und deren Höhen und Breiten usw. Das Design soll für die Mehrfachnutzung
in verschiedenen Medien aufbereitet sein, also für Zeitungen, Werbungen,
Kataloge, Flyer, Broschüren, Internetseiten usw. Der richtige Umgang mit
Datenträgern ist wichtig, d.h. ein richtiges Speichermedium finden, richtig
die Daten behandeln usw. Das freie kreative Gestalten ist in der Mediengestaltung
eher eingeschränkt. Viel eher muss man sich an den Vorgaben des Auftragsgebers
bzw. am gewünschten Kommunikationszweck orientieren. Im Mediendesign kommt
das freie, kreative Gestalten gegenüber den anderen Fachrichtungen am ehesten
zum Ausdruck, doch nimmt das technische Know-How auch hier die vorherrschende
Stellen. Es ist auch abhängig vom Arbeits- und Ausbildungsplatz, z.B. wird
in einer Druckerei allgemein weniger gestaltet als in einer Werbeagentur. Zudem
muss gesagt werden, dass sich bestimmte Aufgaben der Arbeiter und Studenten
sich im Laufe ihrer Berufs- und Ausbildungszeit aufgrund rasanter Technologieentwicklungen
ändern können. Studenten und ausgebildete Leute haben immer mit Weiterentwicklungen,
Neuorientierungen und gesellschaftlich-kulturellen Verformungen zu rechnen.
Mediendesigner werden meist gebraucht in Werbe- und Medienagenturen, Verlagen,
Druckbetrieben und größeren Konzerne mit eigenen Grafikabteilungen.
Für die Ausbildung, die sich auf eine Zeit von 2, 5 bis drei Jahre beschränkt,
sind bestimmte Voraussetzungen nötig. So braucht man mindestens mittlere
Reife, jedoch geben Firmen eher den (Fach-)Abiturienten den Vorzug. Dies kann
der Realschüler aber auch mit Engagement in einerüberzeugenden Bewerbung
wettmachen, indem er seine gesammelten Vorkenntnisse unter Beweis stellt. Eine
weitere Voraussetzung stellt ein gewisses Interesse an Werbung dar. Auch sollte
man dazu geneigt sein Eigenverantwortlichkeit hervorbringen in Hinsicht zur
Festlegung wie ein Medienprodukt auszusehen hat, Wie man die gestalterische
Umsetzung zu beraten hat und das Durchsetzungsvermögen der Idee bis hinzu
der Verwirklichung der visuell gestaltenden Tätigkeit. In Mediendesign
wird oft am Macintosh gearbeitet, somit sind für die Ausbildung auch grundlegende
Computerkenntnisse erforderlich. Fotographische Kenntnisse sind oft sehr erwünscht,
besonders in Mediendesign, da für die Umsetzung eines Auftrages oft eigene
Kreativität gefragt ist. Aufgrund Kostenberechnungen und Konsumentenbedürfnisse
sind kaufmännische, betriebswirtschaftliche und mathematische Kenntnisse
erforderlich. Für ein mündliches und schriftliches Ausdruckvermögen
für Kunden- und Emailkontakte sind gute Leistungen in Deutsch und spezielle
Kenntnisse in Englisch gefragt. Dieses Sprachvermögen gilt für die
technische Umsetzung von Gestaltungsaufträgen, den Umgang mit sprachlichem
Material und Beratungsaufgaben, und zum Verständnis englischsprachiger
Betriebsanleitungen. Deshalb werden bei der Ausbildung bestimmte Fächer
wie Deutsch, Wirtschaft, Sozialkunde und Medienenglisch unterrichtet. Auch das
Datenmanagement und die Hardwarekonfiguration werden gelehrt.
In der praktischen Ausbildung ähnelt sich der Tagesablauf eines Ausbildenden
oft dem eines richtigen Angestellten oder Arbeiters. Es werden Team- und Kundengespräche
durchgeführt. Sowohl Medienprodukte werden unter Aufsicht eines Betriebsleiters
hergestellt als auch druckfertige Daten und andere Datenaufbereitungen verarbeitet.
Prüfungen sind in allen Firmen bzw. Ausbildungsstellen unterschiedlich
festgelegt. Prinzipiell werden Zwischenprüfungen, sowohl schriftlich als
auch praktisch jeweils an einem Tag festgelegt. Die schriftliche Abschlussprüfung
wird in einem Tag durchgearbeitet. Für die praktische Prüfung gibt
es zwei Aufgaben, die 1. umfasst ein 10-tägiges Großprojekt, die
2. muss innerhalb von ein paar Stunden unter Aufsicht eines Prüfers erledigt
werden. In Ausbildungsorten wie in Essen, wo Hörgeschädigte speziell
integriert werden, besteht keine mündliche Prüfung. Zur Integration
Hörbehinderter gehören auch kleine Klassen für eine bessere Akustik.
Doch selbstständiges Lernen wie z.B. zusätzliches Nachlesen in Schulbüchern
ist wie in Regelschulen oft erforderlich.
Die Probleme Hörgeschädigter sind oft individuell verschieden, dennoch
haben sie alle generell ähnliche Schwierigkeiten z.B. die Teambesprechung
oder Telefongespräche stellen große Probleme dar. Hörgeschädigte
Menschen sind oft auf das Lippen ablesen angewiesen, so können verschiedene
Mundbilder, Unsicherheit und Vergesslichkeit der Kollegen beim Umgang mit Schwerhörigen
und umgekehrt Schwierigkeiten im gegenseitigen Verständnis entstehen. Somit
kommt es vor, dass durch falsche Auffassungen des Hörgeschädigten
falsche oder fehlende Ausführungen verschiedener Aufgaben auftreten. Das
gegenseitige Verständnis und die kontinuierliche Abklärungen zwischen
guthörenden und schwerhörigen Kollegen ist somit essentiell.
Die Dokumentation habe ich mit Hilfe verschiedener Berichte aus Internetseiten
und mit Infos aus dem Berufsinformationstag von best für Hörgeschädigte
im Februar 2005, wo die Mediendesignerinnen Svenja
Schill und Kaja Hübener Vortäge hielten, zusammengestellt.
[erstellt im März 2005 von Paul Becker, Schüler der Samuel-Heinicke-FOS]
weitere Artikel zum Thema:
- zur Ausbildung am BBW München - zum Interview
- Übersicht über die Ausbildungsinhalte - zur
Tabelle
|