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FORUM

Im Forum können Sie Fragen stellen, diskutieren und Kontakte zu anderen Hörgeschädigten knüpfen.

Horst F. schreibt am 28.7.10 zum Artikel 'Hörgeräte 2009':

Ich hatte vor kurzem einen Hörsturz und nun muss ich ein Hörgerät bekommen. Mein Hörgeräteakustiker sagte mit, dass die Krankenkassen nur 400€ pro Gerät zahlen, den Rest muss ich aus eigener Tasche tragen. Das günstigste Gerät, das er mir angeboten hat, kostet 1400€. Das bedeutet für mich eine Zuzahlung von 1000€. Wo bekomme ich denn Hörgeräte ohne Zuzahlung? Ich habe so den Eindruck, dass die Kranken in Deutschland nur verschaukelt werden.

MFG Horst F.


Albert schrieb am 26. Juni 2010 zum Thema

Verbeamtung

Liebes bestteam,

ich bin rein zufällig auf Ihre Seite gestoßen und sehr begeistert, ob der Informationen und wie sie mit Ihrem Klientel umgehen. Einfach Toll!
Nun zu meiner Frage:
Ich habe Tinnitus und 30% Behinderung (nicht allein wegen Tinnitus), aber keine Gleichstellung. Nun möchte ich eine Ausbildung als Beamter im Bereich Verwaltung machen. Könnte es bei der amtsärztlichen Untersuchung Probleme geben bzw. wie stehen meine Chancen Lebzeitbeamter zu werden?


Anfrage von Jürgen im Juni 2010 zum Thema

Cross- Hörgeräte

da ich nur noch zirka 20 % auf dem rechten Ohr höre und seit 1949 verschiedene Hörgeräte einseitig getragen habe, wollte ich mir ein Crosgerät kaufen. Habe 2 Prudukte ausprobiert. Von Phonak das Naida IX UP TAUPE mit Crossender und Empfänger dieses Gerät ist leider unhandlich, benötigt zweierlei Batteriegrößen und für den Preis von 4.100.00 € einfach plump und störanfällig im Bereich von Niedervoltlampen.
Das 2 te Gerät ist von Interton, beide Geräte sowie das Hörgerät und das Mikrofon auch im Preis von 2.500.00 € preislich akzeptabel. Leider setzt das Mikrofon aber immer wieder aus.
Anfrage : gibt es vergleichbare Croshörgeräte, die ich testen könnte?

Antwort der Redaktion

Hallo Jürgen,
Ihre Frage richtet sich eher an Hörgeräteakustiker als an Studien- und Berufsberater, die wir sind. Gerne stellen wir Ihren Beitrag aber in unser Forum - vielleicht antwortet einer unserer Leser darauf.
Mit besten Grüßen
das best-Team


Herbert schrieb im Mai 2010 zum Thema

ein- oder zweiseitige Versorgung?

Hallo und Guten Tag,
ich benötige in Kürze eine Hörhilfe.Mein rechtes Ohr ist noch recht gut.(ca.80%). Nur mein linkes Ohr ist schlecht.(ca.60%). Ist es möglich und sinnvoll nur das rechte Ohr durch eine Hörhilfe zu verbessern?
Vielen Dank und Gruss. Herbert

Antwort der Redaktion

Sehr geehrter Herbert,
es mag sein, das die Einstellung der Hörgeräte bei großen Unterschieden zwischen rechts und links schwierig ist. Eventuell haben Sie sich auch schon längst daran gewöhnt, nur mit dem linken Ohr zu hören. Wenn Sie jetzt aber nur das bessere Ohr mit einem Hörgerät versorgen, heißt das, dass Sie sich definitiv für einohriges Hören entscheiden. Das ist in vielerlei Hinsicht anstrengender als mit zwei Ohren zu hören. Insbesondere macht sich das in lauterer Umgebung störend bemerkbar. Sie sollten deshalb zumindest die beidohrige Versorgung ausgiebig testen, um zu sehen, ob Sie dadurch nicht doch einen Hörgewinn erzielen.
Mit freunldichen Grüßen
das best-Team


Klaus Bake schrieb am 20. April 2010 zum Thema

Tinnitusrecherche 2010

Guten Tag best - news – Team,

darf ich Sie um Ihre Hilfe bitten:
Ich arbeite an einer Tinnitusrecherche zum Thema TRT (Tinnitus Retraining Therapie), Noiser und Hörgeräte:
· Für TRT und Noiser gibt es eine Reihe von Vergleichsstudien, in denen für die Geräuschgeneratoren (Noiser)
Kein zusätzlicher poisitiver Effekt ermittelt werden konnte (Kröner – Herwig, Zachriat, Haerkötter u. a.)
· Neuerdings werden zusammen mit TRT nun verstärkt Hörgeräte empfohlen. Hierfür gibt es viele Empfehlungen
(Lesbisch, Wesendahl, Seidler, Hesse u. a.)
Aber wissenschaftliche Beweise (evidenzbasiert, wie die Forscher es nennen) habe mich bisher nicht gefunden,
können Sie mir helfen.
· Eine weitere Frage wurde vorige Woche in unserer Tinnitus – SHG diskutiert. Welche Vor/Nachteile und welche
Unterschiede gibt es zwischen: Analog, teilweise digital und volldigital ?
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Tinnitus – SHG Hamburg – Jenfeld
www.tinnitus-hamburg-jenfeld.de
K. Bake

Antwort der Redaktion

Sehr geehrter Herr Bake,

im März nahm ich an einem Workshop mit Dr. Hesse teil: Ich habe mir notiert, dass TRT zusammen mit einem Noiser mit weißem (also breitbandigem) Rauschen hilfreich sei - im Gegensatz zu Versuchen mit Noisern, die mit Tinnitus-nahen Frequenzen arbeiten.
Große Übereinstimmung besteht in der Fachwelt bei der Empfehlung von Hörgeräten bei Tinnitus. Als wichtigster Grund wird genannt, dass Tinnitus meist in Verbindung einer Hörminderung auftritt und damit der Hörstress des Patienten i.d.R. verringert wird. (Es gibt ja die Vermutung, dass der Tinnitus den ausgefallenen oder vermindert wahrgenommenen Frequenzbereich auf höherer Verarbeitungsebene synthetisch nachbildet. Wenn ein Hörgerät das Wahrnehmungsdefizit ausgleicht, wird dieser Mechanismus womöglich wieder aufgehoben.)
Beste Wahl ist eine offene Versorgung, die einen möglichst natürlichen Höreindruck beibehält. Das Hörgerät muss freilich den (hohen) Fequenzbereich abdecken, in dem der (tonale) Tinnitus auftritt.
Die modernen Hörgeräte, die heute gebaut werden, sind alle volldigital. D.h. nicht nur die Reglung zur Einstellung (teil-digital), sondern auch die Signalverarbeitung selbst erfolgt mit Digitaltechnik. Die Merkmale eines analogen Schallsignals (Amplitude, Frequenz) werden dabei in digitale Signale (wie in einem Computer) verwandelt und dann in bis zu 20 Frequenzbänder zerlegt und getrennt so verarbeitet, wie es der individuelle Hörverlust erfordert. Damit das Ergebnis hörbar ist, wird das digitale Signal am Ende der Verarbeitung wieder in ein analoges Signal - Schall - rückverwandelt.
Mit dem Thema Tinnitus sind wir in unserer Beratungsstelle eher am Rande beschäftigt, so dass wir Ihnen insbesondere bei der Suche nach aktuellen Studien leider keine Auskunft eben können.
Danke für den Hinweis auf Ihre WebSite, auf der sehr interessante Fachartikel zu finden sind!
Mit besten Grüßen
W. Kern für das best-Team


Manuela schrieb am 21. April 2010 zu dem Artikel

'Behindertenausweis'

Hallo Zusammen,
bin durch eine Bekannte auf Ihre Seite gestoßen. Endlich mal Infos für mich!! Meine Tochter Carolin (8 Jahre) hat mittel- bis hochtonbetonte Schallempfindungsschwerhörigkeit beidseitig. Festgestellt mit 5 Jahren und seitdem mit Hörgeräten versorgt. Sie geht in die 2.Klasse Regelschule und hat eine FM-Anlage.
Bisher habe ich noch keinen Behindertenausweis beantragt, weil ich immer der Meinung war ich "stemple sie damit ab"(Behinderung ist ja immer negativ behaftet). Aber - es ist ja eine Beeinträchtigung - obwohl sie ja ganz normal damit umgeht. Aber ich merke jetzt, das trotz FM-Anlage das Lesen und Diktat schreiben für sie Streß ist. Hat man denn dann mit einem Behindertenausweis nur Vorteile, oder eher mehr Nachteile? Mehr Nachteile, war immer meine Befürchtung darum habe ich noch keinen beantragt.
Jetzt bin ich auf jeden fall froh, das ich diese Seite gefunden habe. Trotz Betreuung durch die Pädag.-Audiol.-Beratungsstelle wurde ich auf diese Seite nicht aufmerksam gemacht. Ich bin sicher, Sie werden jetzt öfter Fragen von mir bekommen.
Vielen Dank, das es Sie gibt! Manuela

Antwort der Redaktion

Hallo Manuela,
es freut uns, dass Ihnen unsere Web-Seiten gefallen - Danke für den Zuspruch!
Die Vorbehalte, die Sie gegenüber der Beantragung eines Behindertenausweises zu bedenken geben, sind weit verbreitet. Unserer Meinung zu unrecht. Denn die Beeinträchtigungen, die durch die Hörschädigung vorliegen, bestehen ja mit oder ohne Ausweis. Und Ihre Tochter bzw. Sie als Eltern haben ein Anrecht auf Vergünstigungen, die der Gesetzgeber als Ausgleich für besondere Belastungen vorgesehen hat. Außerdem müssen Sie den Ausweis ja nicht überall vorlegen - Sie entscheiden selbst, wann Sie ihn in Anspruch nehmen wollen.
Neben den in unserem Artikel genannten Vorteilen können Sie den Behindertenausweis bzw. den Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes übrigens auch steuerlich nutzen:
Behinderte Menschen haben auch die Möglichkeit, Mehraufwendungen bei der Steuererklärung als "außergewöhnliche Belastung" geltend zu machen. Die entsprechenden Pauschalbeträge nach § 33b des Einkommensteuergesetzes werden auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Ihre Höhe richtet sich nach dem festgestellten Grad der Behinderung. Es erhalten demnach
•behinderte Menschen einen Pauschbetrag von 310 bis 1.420 Euro
•schwerbehinderte Menschen mit den im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen "H" oder "Bl" einen erhöhten Pauschbetrag von 3.700 Euro.
Diese Freibeträge gelten auch für Eltern nicht erwerbstätiger Kinder. (Details im Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern 2009/2010 auf: http://www.bvkm.de/)
Mit diesem steuerlichen Hinweis haben wir ab heute den Artikel auf unserer WebSite ergänzt.
Mit besten Grüßen
das best-Team


Handy für Schwerhörige

Sehr geehrte Damen und Herren,
nolens volens muss ich mir ein neues Handy beschaffen, wobei ich an ein prepaid Gerät denke, von dem ich folgende Vorstellungen habe:
· Verständliche und einfache Bedienungsanleitung
· Tonregulierung so, dass man bei lauter Umgebung etwas hören kann
· Unproblematische Eingabe von SMSs
· Gerät sollte fotografieren können
Auf Schnickschnack (Vielzahl von Klingeltönen, Radio, Musikabspielen) kann ich verzichten. Ich brauche keine Eierlegende „Wollmilchsau“, sondern ein zuverlässig arbeitendes Gerät. Ich trage monoaural ein Widex-Hörgerät, mit dem ich im Übrigen sehr zufrieden bin.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir entsprechende Hinweise geben könnten. Was können Sie empfehlen?
Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Mühe und sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. Armin Krauter [am 12. April 2010]

Antwort der Redaktion

Sehr geehrter Herr Dr. Krauter,
der Handy-Markt verändert sich so schnell, dass wir keinen Überblick über geeignete Geräte für Hörgeschädigte haben. Eher als Zufallstreffer ist deshalb der Tipp zu verstehen, den wir von einem hörgeschädigten Schüler bekamen, der mit seinem Handy sehr zufrieden ist:
Schwedischer Hersteller "Doro", das Gerät ist eigentlich für Senioren gebaut, es hat große Tasten, gute Lautsprecher, optional eine Kamera, eignet sich für Induktion, ist bluetoothfähig und hat geringe Strahlungswerte (kann HdO stören). Kosten ca 150€.
Mit freundlichen Grüßen
Best für Hörgeschädigte

Leserzuschrift

von Enno Peters aus Moers am 22.04.2010

Das Nokia 6085 (Klapphandy mit Kamera) besitzt eine eingebaute Induktions-Sendespule (T-Spule) und ist daher sehr gut für Hörgeschädigte, deren Hörgerät/CI-Sprachprozessor eine Induktionsspule (T-Stellung) besitzt, geeignet. Unser Sohn (bds. CI versorgt) nutzt das Handy und ist begeistert.


Auf der Suche nach bestimmtem Studiengang

Sehr geehrten Damen oder Herren,

ich moechte dieses Jahr mit dem Studium anfangen.
Ich weiss, dass ich gern was sozial machen moechte, denn ich moechte mit Kindern/Jugendlichen arbeiten.
Aber was genau, weiss ich nicht. Ich kann es mir vorstellen, als Lehrer zu arbeiten aber ich bin es mir nicht sicher ob ich es wirklich moechte.
Ich wuerde gern studieren, was ich nicht jetzt entscheiden muss ob ich als Lehrer arbeiten muss sondern erst nach dem Studium.
Waere Sozialpaedagogik richtig?
Und falls ich mit Sozialpaedagogik abschliesse, kann ich dann zusaetzlichen Studium abschliessen wo ich als Fachlehrer unterrichten koennte?
Vielleicht wissen Sie etwas? Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Gruessen
Swantje [schrieb am 5. April 2010]

Antwort der best-Redaktion

Hallo Swantje,

du willst also gerne Lehramt studiern, bist dir aber noch nicht so ganz sicher. Nachdem du wenig über dich persönlich schreibst, dich aber an unsere Beratungsstelle für Hörgeschädigte in München wendest, gehen wir mal davon aus, dass du schwerhörig bist und in Bayern wohnst.

Also, zum Thema "Lehrer und schwerhörig" findest du auf unserer WebSite einige Artikel und Erfahrungsberichte. Am besten über die Suchfunktion:
- http://www.best-news.de/?suche
Um heraus zu bekommen, ob der Lehrerberuf für dich das Richtige ist, kannst du verschiedene Eignungstests im Internet durchgehen. Zum Beispiel:
- http://www.cct-germany.de/
- http://vbe.de/index.php?id=1213
- http://uni-fibel.uni-muenster.de
- http://www.boyng.de/quiz/?id_quiz=48
Infos zum Bayerischen Lehramtstudium erhältst du unter:
- http://www.lehrerbildungszentrum.uni-muenchen.de
Beim Lehrerbildungszentrum kannst du auch in die persönlichen Sprechstunden gehen, evtl. erhältst du dabei auch weitere Tipps für Workshops etc. zur Entscheidungsfindung.

Du fragst auch nach einem Studiengang, bei dem du zwar auch Lehrer werden kannst, aber nicht darauf festgelegt bist. So ein Studium wird an der Uni Eichstädt/Ingolstadt angeboten, da machst du nicht nur Staatsexamen, sondern auch einen Bachelor/Master. Das heißt dort: Lehramt plus.
- http://www.ku-eichstaett.de/Studieninteressenten/Studiengaenge/lehramt.de

Eine Möglichkeit, das Studium der Sozialen Arbeit mit einem Lehrerberuf zu verbinden, ist uns nicht bekannt. Ausnahme: Studium an der Katholischen Stiftungsfachhochschue in München in Verbindung mit einer Ausbildung zum Religionslehrer.
Nun hoffen wir, dass du damit weiter kommst.

Beste Grüße vom best-Team!


Henning Meier schreibt im Februar 2010 zum Artikel soundfield:

Als Hörgeschädigtenpädagoge im Mobilen Dienst habe ich auch überwiegend gute Erfahrungen mit der Soundfield-Anlage genacht. Allerdings verwundert mich das obige Foto, da die Kinder VON HINTEN beschallt werden. An sich schon unnatürlich, ist gerade für die hörbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler ein Aufstellen VORN (neben der Tafel) sinnvoller, da die Hörgeräte-/ CI-mikrophone meist als "Richtmikrophone" - eben nach vorn - wirken!
Mit freundlichem Gruß,
H. Meier

Sehr geehrter Herr Meier,
der hörgeschädigter Schüler hörte in der vorgestellten Klasse über eine FM-Anlage, die am Ausgang der Soundfieldanlage angeschlossen wurde. So verstand er nicht nur den Lehrer besser, sondern auch die Mitschüler, die ins Handmikro sprachen. Durch die Soundfield-Anlage sollten auch die hörenden Schüler besser akustisch versorgt werden. Die Beschallung von hinten macht durchaus Sinn: gerade in den hinteren Reihen liegt der allgemeine Geräuschpegel deutlich über dem Nutzsignal...
Im Deteil wird diese Anordnung in dem Artikel http://www.best-news.de/?fm-anlagen besprochen. - Im Vergleich zu den neuen Möglichkeiten von team-teching fähigen Übertragungsanlagen von Comfortaudio und Phonak ist die beschriebene Anordnung mit Soundfield aber unterlegen, da sie zu starkes Eigenrauschen produziert.
Mit freundlichen Grüße
Walter Kern


Herr Hrubesch schreibt zum Thema: Fremdsprachenwahl am Gymnasium

Hallo,
unser Sohn ist mittelgradig hörgeschädigt und steht vor dem Wechsel von der Grundschule auf´s Gymnasium. Bisher kam er gut ohne zusätzliche pädagogische Unterstützung zurecht. Nunmehr stehen wir bereits jetzt vor der Weichenstellung, welche seine zweite Fremdsprache werden soll (Englisch als erste ist klar, Latein als zweite fällt aus). Französich halten wir als für ein hörgeschädigtes Kind sehr problematisch, auf grund der schwierigen Aussprache und der Sprachmelodie, die die Worte ineinander fließen lässt. Spanisch wäre da schon erheblich karer. Gibt es hier Tipps, wie wir mit diesem Thema umgehen können, bzw. ein Bauchgefühl so objektiv untermauern können, dass es bei einer Schulanmeldung als pädagogisches Zusatzargument auch vom Laien nachvollzogen werden kann?
Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
C. Hrubesch (im Februar 2010)

Sehr geehrter Herr Hrubesch,

Sie haben mit Ihren Bedenken wegen der schwierigen Aussprache in Französisch natürlich recht. Dieser Vorteil gilt jedoch vor allem im Vergleich zu Latein, wo die Aussprache nicht so ins Gewicht fällt. Im Vergleich zu anderen lebenden Sprachen relativert sich das etwas. So wird heute in jedem Fremdsprachenunterricht großer Wert auf das Hörverstehen und die Sprechfertigkeit gelegt.

Die Frage, ob Ihrem Sohn nun Spanisch leichter fallen würde als Französich, lässt sich eigentlich erst im Nachhinein beantworten. Hier spielen neben der Aussprache ja noch weitere Kriterien hinein, die es zu berücksichtigen gilt: Welche Interessen hat ihr Sohn? - Welche Fremdsprachen haben Familienmitglieder erlernt? - Für welche Sprachen entscheiden sich die Freunde? - Wer unterrichtet das Fach und wie groß wird die Klasse? ...

Mit freundlichen Grüßen - die best-Redaktion


Landschaftsarchitekten gesucht!

jay schreibt am 4. Dezember 2009

hallo "best"
ich suche kontakte zu anderen landschaftsarchitekten, die ebenso hörgeschädigt bzw gehörlos sind - zwecks erfahrungaustausch. wie finde ich diese? kennen sie eventuell wen, die das ausüben?
zu meiner person: ich wohne derzeit in paderborn und bin schwerhörig & ci-trägerin und derzeit in der abfassung meiner diplomarbeit und danach stehe ich voll im berufsleben.
besten dank für die information, mit freundlichen grüßen
jay


Erfahrungsaustausch mit Eltern gesucht

Frau Elsabeth B. schreibt am 28. November 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mutter von drei schwerhörigen Kindern suche ich einen Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern oder Fachkräften zum Thema Studium und Schwerhörigkeit.
Mein Ältester Sohn ist an Taubheit grenzend schwerhörig, hat aber eine Regelschule besucht und ein gutes Abitur gemacht. Jetzt ist er auf der Uni in Erlangen um BWL zu studieren.
Die Akustik ist jedoch so schlecht, dass selbst mit der Mikroportanlage keine Besserung erfolgt ist.
Ich würde mich freuen, jemanden kennen zu lernen, der ein ähnliches Schicksal oder Erfahrungen hat mit Schwerhörigen an der Uni.
Der Zweite studiert an der Uni Passau Rechtswissenschaften. Hier klappt es ganz gut, da die Uni relativ klein und neu ist.
Der Dritte studiert VWL in Osnabrück, hat zwar ebenfalls akustische Schwierigkeiten, aber die sind mit einer Mikroportanlage zu mildern.
Meine Fragen:
Kennen sie Eltern mit gleichaltrigen schwerhörigen Kindern zu denen ich zwecks Austausch einen Kontakt aufnehmen könnte?
Gibt es finanzielle Unterstützung für die teure Technik?
Gibt es ein Forum zum Austausch?
Herzlichen Gruß
Elisabeth B.

Anwort der Redaktion

Sehr geehrte Frau Elisabeth B.,
die Erfahrung, die Sie machen, dass die kleinere Uni Passau bessere Bedingungen als eine große Uni wie Erlangen bietet, deckt sich auch mit unseren Erfahrungen.
Wenn die FM-Anlage keine wesentliche Hilfe darstellt, könnte Ihr Sohn in Erlangen evtl. auch Schriftdolmetscher in Anspruch nehmen. Notfalls müsste er über einen Studienortswechsel nachdenken. Es heißt ja, dass die Unis im Osten der Republik ein wesentlich besseres Betreuungsverhältnis für Studierende bieten. Eine Alternative wäre sicher auch eine Privatuniversiät: die FH Heidelberg der SRH-Gruppe wäre da eine gute Adresse, da man hier Erfahrungen mit Studierenden mit Behinderungen hat.
Was die Kosten für die FM-Anlagen anbelangt, so können Sie nur versuchen, eine Übernahme durch die Krankenkasse zu erwirken. Begründung: Ihr Sohn müsste ohne FM-Anlage sein Studium abbrechen. Um das durchzubekommen, dürfen Sie aber vor juristischen Schritten nicht zurückschrecken...
Am wichtigsten ist aber, dass Ihre Söhne jeweils an ihrer Uni versuchen Anschluss zu anderen hörgeschädigten Studierenden zu finden. Für die beiden in Bayern studierenden hier ein Tipp: http://www.jugru-muenchen.de/. Auch über Studi-VZ können sie nach schwerhörigen Studierenden an ihrer Uni "fahnden". In vielen Städten gibt es "Stammtische" für sh Studenten.
Falls Sie weiter Fragen haben, rufen Sie uns doch an. - Vielleicht meldet sich auch jemand über unser Forum...
Mit besten Grüßen
best für Hörgeschädigte


Stefan R.schreibt am 12.11.09 zum Artikel Überforderungssyndrom:

Dies ist der beste Artikel zu diesem Thema, den ich bisher gelesen habe. Ich trage seit meinem 25. Lebensjahr im Beruf Hoergeraete und kam zunaechst sehr gut zurecht.
Zur Zeit bin ich vom Burnout-Syndrom betroffen, weil ich im Ausland arbeitete und mir nicht die Zeit nahm, die richtige Technik voll auszunuetzen.
Das will ich jetzt nachholen und der Artikel gibt viele sehr interessante Anregungen.


Referendariat mit Schwerhörigkeit?

Hallo,
ich beschäftige mich schon seit einer enormen Zeit mit einer großen Angst. Ich stehe jetzt mitten im Staatsexamen und möchte nächstes Jahr mein Referendariat beginnen. Nun weiß ich, dass ich seit Kindheit (viell. sogar auch Geburt) an auf einem Ohr taub bin.
Und ich bin mir auch sicher, dass ein Amtsarzt das sehr schnell bei einer Untersuchung feststellen wird.
Kann ich trotzdem das Referendariat machen? Oder habe ich jetzt 5 Jahre umsonst studiert?
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.
Mfg, E. J. [21.10.09]

Antwort:

Hallo Frau/Herr J.,
das Referendariat kann Ihnen keiner verwehren, denn es zählt ja zu Ihrer Berufsausbildung. Bei der Übernahme in den Staatsdienst spielt dagegen der Gesundheitszustand des Bewerbers eine Rolle. Nur: eine einseitige Taubheit ist keine Erkrankung, die fortschreitet und evtl. zur Dienstunfähigkeit führen könnte. Insofern brauchen Sie vor der amtsärztlichen Untersuchung keine Angst zu haben.
Sie sollten aber das Referendariat dafür nutzen, um für sich selbst zu prüfen, in wie weit Sie sich durch die einseitige Taubheit belastet fühlen. Können Sie in „schwierigen“ Klassen schnell genug reagieren? Wie sehr strengt es Sie an, in quirligen Klassen das Unterrichtsgespräch zu führen?
Sie könnten übrigens auch Hörgeräte ausprobieren, die per Funk Signale von Ihrem tauben Ohr zum hörenden leiten – damit sind Sie von beiden Seiten ansprechbar (Cross-Versorgung).
Das best-team

Lehrer mit Hörgeräten?

Sehr geehrte Damen und Herren,
kurz ein paar Informationen zu mir:
Ich studiere seit 4 Jahren Wirtschaftspädagogik. Der Studiengang führt zum Abschluss Diplomhandelslehrer. Wenn auch es mit diesem Abschluss andere Möglichkeiten gibt, möchte ich sehr gerne als Lehrer arbeiten. Nun ist es aber so, dass ich seit 2 Wochen Hörgeräte ausprobiere, weil ich in den letzten Jahren immer mehr gemerkt habe, dass mein Hörvermögen nachlässt, was dann die Hörtests beim Ohrenarzt und Hörgeräteakustiker auch bestätigt haben.
Meine große Sorge ist nun natürlich, dass sich mein Berufsziel nicht verwirklichen lässt.
Daher habe ich 3 Fragen:
1. Besteht für Schwerhörige überhaupt die Möglichkeit, in den Lehrerberuf einzusteigen?
2. Wie steht es mit einer Verbeamtung?
3. Welche Qualifikationen muss man mitbringen, um in einer Schule für Hörgeschädigte arbeiten zu können?
Ich wäre sehr froh, wenn Sie mir weiterhelfen können, weil ich erstmal nicht weiß, an wen ich mich mit diesen Fragen wenden soll, und bedanke mich schon im voraus herzlich für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen
Johannes [21.10.09]

Antwort:

Hallo Johannes,
gleich zu Ihren Fragen:
Als Hörgeschädigter können Sie selbstverständlich in den Lehrerberuf gehen. Allerdings bringt es dieser Beruf mit sich, dass Sie mit einer Hörschädigung größeren Belastungen ausgesetzt sein werden: evtl. Lärmempfindlichkeit, größere Höranstrengung, erschwerte Ortung von Schülerbeiträgen und störenden Schülern...
Sie sollten das im Referendariat ausführlich prüfen!
Bei der Verbeamtung (nicht wenn Sie als Angestllter arbeiten) kann eine Schwerhörigkeit evtl. Probleme verursachen. Art, Ausmaß und zu erwartender Verlauf der Hörschädigung spielen sicherlich eine Rolle. Die genauen Kriterien der zuständigen Amtsärzte sind uns nicht bekannt.
Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Ihnen ein Behindertenausweis ausgestellt wird, denn Bewerber mit Behinderungen müssen bevorzugt eingestellt werden. Den Ausweis sollten Sie also unbedingt beantragen (wenn Sie "nur" 20% GdB bekommen, können Sie eine arbeitsrechtliche „Gleichstellung“ mit Schwerbehinderten erwirken).
Als Diplomhandelslehrer könnten Sie in Bayern an der Realschule, der FOS (beide in München) oder einer Berufsschule für Hörgeschädigte (Nürnberg, München) arbeiten. Hiefür können Sie sich in einem Ergänzungsstudium in Schwerhörigenpädagogik (heißt jetzt „Prävention, Integration und Rehabilitation bei Hörschädigung“) qualifizieren – das ist aber nicht Voraussetzung, um dort zu arbeiten. An einer Schule für Hörgeschädigte werden Sie wegen des Hörens sicherlich weniger Probleme haben, aber die Stellen für Lehrer im Angestelltenverhältnis bzw. die Planstellen für Beamte sind dort natürlich gering.
Über die Erfahrungen von anderen hörgeschädigten Lehrern finden Sie auf unsrer WebSite übrigens mehrere Berichte...
Das best-team


Christoph Lerch schreibt im Oktober 2009 zum Artikel Hörgeräteakustiker-Kongress

Guten Tag und herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Mit zunehmendem Alter wird für mich Sprache immer schlechter verständlich. Außerdem erlaubt mir meine kleine Rente keine "6000 €" Unterstützung notleidender Akustiker und Hersteller. Mit den mir für ca. 600 Euro Zuzahlung angebotenen digitalen Schlauchgeräten klingt alles blechern und die Sprache meiner Frau wurde plärrig. Deshalb neige ich zum Erwerb höherwertiger Geräte im Ausland, welche ich an meinem PC selbst so einstellen kann, daß ich nach und nach die nicht mehr hörbaren Frequenzen ledig mit kleinen Schritten verstärke. Eine Grundeinstellung könnte ich aufgrund meiner Frequenzkurve beim Verkäufer vornehmen lassen.
Diese Lösung drängt sich mir deshalb auf, weil, nachdem ich vom 40 km entfernten Akustiker wieder zu Hause angekommen bin, erneute Korrekturen erforderlich werden.
Außerdem bin ich auf dessen Geräteempfehlungen angewiesen, die sich vermutlich weniger an meinen Bedürfnissen sondern vielmehr an seinen Verdienstmöglichkeiten orientieren. Anrufe bei Herstellern helfen mir nicht weiter. Niemand empfiehlt mir ein preisgünstiges Gerät für den speziellen Hörverlust alter Menschen sondern alle verweisen auf den Akustiker. Ein Teufelskreis, den ich nur durch Eigenjustierung durchbrechen kann?
Was können Sie mir raten?
Jedenfalls danke ich Ihnen für die Mühe des Lesens, auch wenn Ihnen keine Zeit zum ausführlichen Antworten zur Verfügung steht. In einem Forum, wahrscheinlich von Akustkern initiiert, erhielt ich keine Antworten auf meine Fragen.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Lerch

Anwort der best-Redaktion

Sehr geehrter Herr Lerch,
der Vertrieb von Hörgeräten läuft exklusiv über die Hörgeräteakustiker. Einzelne Ärzte verschreiben und versorgen auch direkt. Wie sehr sich das im Preis auswirkt, wissen wir nicht. Vielleicht kann Ihnen Ihre Krankenkasse solche Ärzte nennen - die Krankenkassen wollen diesen Versorgungsweg schließlich einführen. Der Schwerhörigenbund ist allerdings dagegen, weil dadurch die Auswahl und der Kundendienst möglicherweise schlechter werden. - Dass Sie die Software zur Einstellung der HdO bei einem Kauf im Ausland gestellt bekommen, können wir uns nicht vorstellen. Und selbst wenn Sie sie bekämen, wäre Ihr Nutzen ohne audiologisches Fachwissen gering. Trotzdem könnte sich ein Preisvergleich mit dem Ausland lohnen, sind die Preise doch auch dort Verhandlungssache und das nationale Preisniveau orientiert sich immer am jeweiligen Lohnniveau...
Mit besten Grüßen, Ihr best-Team

Antwort von Herrn Lerch

Sehr geehrtes best-Team,
vielen Dank für Ihre Antwort. Hier fand ich günstige Preise: http://www.crystalhearinguk.co.uk/hearing-aid-prices/hearing-aid-prices.htm. In einem Forum las ich von 1500 Euro für zwei Hörgeräte aus den USA, incl. Zubehör und Nebenkosten für die Einfuhr, für welche hier 5000 Euro ohne Zubehör verlangt werden! Einarbeitung in die Problematik vorausgesetzt, muss allerdings bei der Verwendung der Software in unseren Breiten ein Zusatzteil für ca. 1100 Euro verwendet werden, welches die Daten zwischen PC und Hörgerät "präpariert". Im fernen Ausland stellen die Hersteller Lösungen ohne dieses Teil zur Verfügung. ...
Nun werde ich Geräte mit ca. 300 Euro Zuzahlung auswählen, womit mir zunächst in einigen Situationen eine immerhin wahrnehmbare-, wenn auch mit Belästigungen verbundene-, bessere Sprachverständlichkeit möglich gemacht wird.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Lerch


Gaby Walter vom MSD am BBW Nürnbgerg schreibt am 12.10.09 zum Artikel

Besonderer Förderaufwand für Hörgeschädigte wird erstattet

Liebes best-Team,
ein Vater einer meiner Schülerinnen hat beim Kultusministerium einen Antrag auf Mehrfachzählung gestellt und drei Anrechnungsstunden für seine Tochter erhalten. Die Schülerin besucht eine kommunale Berufsfachschule. Toller Erfolg, nicht?
Gaby Walter

Anmerkung der Redaktion:

Budgetstunden sind die Lehrerstunden, über die eine Schule verfügt. Anrechnungsstunden werden auf das reguläre Stundendeputat eines Lehrer angerechnet, wenn er besondere Aufgaben neben dem Unterricht wahrnimmt.
Budget- bzw. Anrechnungsstunden für Schüler mit Behinderungen wurden bisher nur an staatlichen Reaschulen und Gymnasien gewährt.


„FAJ“ schreibt am 11.10.2009 zum Artikel 'nachteilsausgleich':

Das klingt ja alles recht gut.
Ich habe derzeit als Steueranwärter in Bayern angefangen und bin seit frühester Kindheit (wenn nicht schon seit Geburt) beidseitig schwerhörig. Dennoch habe ich mich seither ohne Hörhilfe durchs Leben gequält und hatte kürzlich eine Erfahrung die mich wirklich umhaute.

Zum ersten mal habe ich Arbeitszeitverlängerung beantragt (Prüfungen als Steueranwärter) -- und wurde dann auch zum Amtsarzt geschickt. Die Dame hat mich nach 30 sec wieder weggeschickt, mit der Begründung das käme für Hörgeschädigte nicht in Frage - ihre Hände "funktionieren doch ganz gut.."

Von der täglichen extrem hohen Anspannung und den Konzentationsanforderungen, die bei Prüfungen ein extremes Ausmaß an Stress bedeuten, wollte sie nichts wissen. Auch dachte ich, dass Nachteile, die mir ja schon während der Zeit des Wissenserwerbs entstehen - nachschreiben des Verpassten, Fehlen des ganzen Klassendialogs u.a. - dadurch etwas ausgeglichen werden könnten.

Ich war ganz niedergeschlagen und hab mir vorgenommen, das nicht mehr zu beantragen ...

Viel mehr ärgert mich, dass wenn dann das Ergebnis am Ende der Ausbildung vorliegt, bei Hand- oder Blasenschwerbehinderten in der Akte steht "schwerbehindert" und bei mir auch - aber dass ich das alles unter kürzerer Zeit machen musste, steht dann nicht da drin. Zynisch gefragt, ist eine Behinderung mehr wert als die andere ....?

Sorry, ich bin damit nie hausieren gegangen.

faj


Birgit Kahle schreibt am 21.09.09 zum Artikel 'Simulation'

Sehr geehrte Damen und Herren,
besteht die Möglichkeit, dass Sie mir / uns dieses Hörbeispiel zukommen lassen? Ich arbeite mit acht anderen Kolleginnen für den Mobilen Dienst Förderschwerpunkt Hören der Landesschulbehörde Lüneburg. Im Rahmen unserer Tätigkeit handeln wir u.a. Nachteilsausgleich mit den Lehrkräften hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher aus. Hörbeispiele sind eine hervorragende Möglichkeit,Lehrern die besondeen Problem beim Sprachverstehen ohne viele Worte viele Worte klar zu machen. Leider verfügen wir noch nicht über ein Hörbeispiel für Englisch.
Deshalb meine Bitte: Wie kann ich / können wir an Ihr Hörbeispiel herankommen?
Über eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichem Gruß
Birgit Kahle

aus der Antwort der best-Redaktion:

... Sie können das Hörbeispiel auf Ihren PC laden, indem Sie auf der Seite 'Simulation' den Hyperlink "Hörbeispiel" mit der rechten Maustaste anklicken und in dem sich öffnenden Auswahlmenü den Punkt "Ziel speichern unter..." wählen. Die selbe Datei finden Sie mit einer kurzen Beschreibung auch in unserem Artikel zum Nachteilsausgleich . Dort genau so vorgehen: den Link "finding a consensus" mit der rechten Maustaste anklicken und in dem sich öffnenden Auswahlmenü den Punkt "Ziel speichern unter..." wählen.
Mit besten Grüßen, das best-Team


Ulrike Schneider schreibt am 19.9.09 zum Artikel Hersteller von Akustikdecken

Es gibt hierzu vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie ein Heft Nr. 4 Lärmschutz in Hessen - "Lärmminderung in Schulen"
sowie von der Geschäftsstelle der Initiative Neue Qualität der Arbeit c/o Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin httw://www.inqa.de eine Broschüre "Lärm in Bildungsstätten".
Ich finde sie interessant und eine gute Argumentation zur Durchsetzung von Akustikmaßnahmen gegenüber dem Schulamt.

Antwort der best-Redaktion

Danke für den Hinweis! Das Heft Lärmminderung an Schulen haben wir hier schon zum Download, die Broschüre "Lärm in Bildungsstätten" nehmenwir in unseren Fundus auf.


Logopäden in Ostfriesland?

Hallo meine Tochter hat nur noch 20% Hörvermögen, jetzt wurde uns angeraten das sie durch Logopädie Unterstützung bekommt.
Meine Frage wissen sie speziell ausgebildete Logopäden die für Hörgeschädigte geeignet sind Speziell im Raum Ostfriesland.
Wäre dankbar wenn sie mir weiter helfen!!!!
Vielen Dank
Anne G. [mail vom 30.07.2009]

Antwort der best-Redaktion:

Sehr geehrte Frau G.,
wir sind räumlich zu weit von Ostfriesland entfernt, um Ihre Frage beantworten zu können. Wenden Sie sich doch an die beiden Standorte in Niedersachsen für Lehrer im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst. Die können Ihnen am ehesten weiter helfen:

Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Osnabrück
Mobiler Dienst
August-Hölscher-Str. 89
49080 Osnabrück
Tel: 0541/9410252 (AB) oder 0541/9410103, Fax 0541/ 9410-160
http://nibis.ni.schule.de/~lbzh-os/content/abteilungen.html

Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim
Mobiler Dienst für integrativ beschulte hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen
Silberfundstr.23
31141 Hildesheim
Tel. 05121801-101 oder 05121801-103
hildesheim@lbzh.de
http://www.nibis.ni.schule.de/~mobdiehi/brosch/mitarb.html

Ihr best-Team


Verbeamtung als Lehrer

Sehr geehrtes Best-Team,

ich bin im Internet zufällig auf diese Seite gestoßen und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.
Ich werde in diesem Jahr mein Lehramtsstudium beenden und möchte mich im nächsten Jahr zum Referendariat in Niedersachsen bewerben.
Nun bin ich auf den Begriff "gesundheitlich Eignung" als Vorraussetzung für die Zulassung gestoßen. Dies wird wohl auch vom Amtsarzt geprüft.
Ich bin auf dem linken Ohr schwerhörig (Hörverlust 60-70db), da mir vor einigen Jahren die Gehörknöchelchen entfernt wurden.
Seit zwei Jahren trage ich ein Cross-Hörgerät, das die Geräusche/Töne am linken Ohr aufnimmt und zum rechten Ohr überleitet.
Im Rahmen meines Studiums habe ich bereits in Schulen unterrichtet und habe dabei kaum Einschränkungen festgestellt.
Ich habe jetzt die Befürchtung, dass dies ein Hinderungsgrund zur Einstellung ist, was mein ganzes Studium zunichte machen würde.
Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen und einige Tipps und evtl. auch Ansprechpartner im Raum Hannover geben.
Mit freundlichen Grüßen
Katharina [ mail vom 20.07.2009]

Antwort der best-Redaktion:

Hallo Katharina,
Ihre Befürchtungen sind berechtigt, denn einzelnen hörgeschädigten Bewerbern wurde wegen ihrer Beeinträchtigung die Übernahme in das Beamtenverhältins schon verweigert. Sie können sich anhand unserer Korrespondenz dazu selbst informieren... Forum-Archiv (Stichwort: "Verbeamtung")
Wenn Sie den Behindertenausweis mit 30 % und "Gleichstellung" durch das Arbeitsamt nicht bekommen, sollten Sie sich HNO-ärztlich die erfolgreiche Hörgeräteversorgung bestätigen lassen (Sprachaudiogramm), um das bei Zweifeln des Amtsarztes vorzuweisen.
Mit besten Grüßen
Das best-Team


"Belastung bei Teamarbeit"

Hallo best-Team,

[...] Ich bin CI-Trägerin und studiere gerade an der Fachhochschule Medieninformatik.
Es wird hier im Studiengang immer öfter Teamarbeit gefordert, was für mich als eine große Belastung herausstellt. Es gibt einige Kommilitonen, mit denen ich gerne und andere, mit denen ich überhaupt nicht gerne zusammenarbeite. Im Studium können wir noch ein eigenes Team zusammenstellen, soweit noch ganz gut. Jetzt komme ich auf die Teamarbeit im Berufsleben zurück. Da ist die Freiheit, nehme ich mal an, ein eigenes Team auszusuchen eingeschränkt. Stehen mir irgendwelche Rechte zu? Wie kann ich mit rücksichtlosen Kollegen zurechtkommen? Ich würde mich sehr auf eine Antwort freuen.

Mfg Miriam

[mail vom 10. Juni 2009]

Antwort der best-Redaktion

Hallo Miriam,

Sie sprechen die Zusammenarbeit im Team an, die für einen hörgeschädigten Teilnehmer eine besondere Herausforderung darstellt. So stellen Sie fest, dass Sie mit manchen Kommilitonen gerne ein Team bilden, mit anderen dagegen eher weniger. Abgesehen davon, dass einem die Kollegen, mit denen man zu tun hat, natürlich unterschiedlich sympathisch sind, spielt bei der Frage, ob man sich in ein Team mehr oder weniger gerne einbringt, die Bereitschaft der anderen eine große Rolle, auf einen hörgeschädigten Teilnehmer Rücksicht zu nehmen.

Im Berufsleben können schlechte Kommunikationsbedingungen schnell zu einer großen Belastung werden, mit der Konsequenz, dass sich hörgeschädigte Kollegen frustriert zurückziehen oder von den anderen ausgegrenzt werden.

"So berichteten ca. 50 % der gehörlosen Rehabilitanden in Bad Grönenbach in der Einzeltherapie von ihrem Gefühl, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden, ohne sich bewusst zu sein, wo der eigene Anteil am Konflikt liegen könnte." (Oliver Rien)

Die Rechte eines hiervon betroffenen Arbeitnehmers, nach denen Sie fragen, sind im Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - aufgeführt. Darauf baut auch das Angebot der Integrationsfachdienste auf, deren Mitarbeiter etwa bei Konflikten am Arbeitsplatz moderieren.

So wichtig das Unterstützungs-Angebot des IFD auch sein mag - besser ist es allemal, wenn Sie als Hörgeschädigte ein Kommunikationsproblem schon im Vorfeld erkennen und einer Eskalation vorbeugen können. Ein hörender Moderator kann nie so authentisch die Schwierigkeiten, die sich für einen Hörgeschädigten ergeben, darstellen. Das kann die betroffene Person viel überzeugender. Außerdem ist es wichtig, sofort dann einzuhaken, wenn sich ein Problem ergibt, nicht erst im Nachhinein. Darauf, wie Sie sich auf solche Interventionen vorbereiten können, zielt ja auch Ihre zweite Frage, wie Sie mit rücksichtslose Kollegen umgehen sollen.

„Sie müssen sich überlegen, wie Ihre kommunikativen Bedürfnisse sind, müssen dafür konkrete Lösungsvorschläge ausarbeiten und diese mit dem Arbeitgeber und dem Kostenträger abstimmen. Wenn sie das alles gut planen, gibt es in der Regel auch viel weniger Schwierigkeiten, das so umzusetzen, auch kostenmäßig. Meist scheitern solche konstruktiven Lösungen jedoch daran, dass die Leute ihre Schwerhörigkeit verschweigen oder herunterspielen, sei es aus Angst vor negativen Auswirkungen am Arbeitsplatz oder aus Scham.“ (Roland Zeh)

Es kommt also sehr darauf an, dass sie stark genug sind, auf das Arbeits- und Gesprächsverhalten Ihrer Kollegen Einfluss zu nehmen. Vergleichsweise einfach ist Ihre Einflussnahme, wenn Sie innerhalb eines Teams in einer führenden Position sind - dann sind Sie es, auf die sich die anderen einstellen müssen. Andernfalls, d.h. wenn Sie ein Kollege unter anderen sind oder als Berufsanfänger noch wenig Ansehen haben, ist es sicherlich schwieriger, Kommunikationsbedingungen einzufordern, die einem Hörgeschädigten gerecht werden.

„Gerade Vorgesetzte bzw. Mitarbeiterinnen in leitenden Funktionen mit ihrer Priorität auf der Senderseite von Kommunikation sind gegenüber Hörgeschädigten in zuarbeitenden Berufen im Vorteil.“ (Olaf Biemann: Probleme Hörgeschädigter am Arbeitsplatz, in: Impulse 2/2009)

In jedem Fall benötigen Sie dazu eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, Beharrlichkeit und das Gespür für den richtigen Ton. Wenn Sie meinen, hier noch Nachholbedarf zu haben, können Sie die erforderlichen Kompetenzen durch die Teilnehme an einem "Kommunikationstraining" festigen. Es gibt eine Reihe von solchen Seminaren, die konkret auf die Probleme im Arbeitsleben eingehen. Professionelle Angebote finden Sie u.a. bei:

  • Baumrainklinik - Reha-Klinik in Berleburg mit einer Abteilung für Hörgeschädigte, http://www.helios-kliniken.de
  • Dr. med. Roland Zeh, Kaiserberg-Klinik Fachklinik für Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel in Bad Nauheim, http://www.pitzer-kliniken.de/
  • Olaf Biemann, Rehabilitationszentrum für Hörgeschädigte in Rendsburg, http://www.hoergeschaedigt.de/ie/index.html
  • Dr. Oliver Rien in Schleswig, http://www.oliver-rien.de

    Das best-Team


Eva Gatermann schreibt am 02. Juni 2009 zum Artikel 'Simulation':

Wunderbar, mit diesem Hörbeispiel kann man im Gemeinsamen Unterricht den KollegInnen, die Englisch unterrichten sehr eindrucksvoll nahebringen, wo die Verständnisschwierigkeiten sind. Besonders wenn man versucht, den gesprochenen Text zu verstehen, ohne mitzulesen, erkennt man, dass die Sinnentnahme nahezu unmöglich ist, wenn der Kontext nicht bekannt ist.


Gratulation

Einen schönen guten Tag!
Auf der Suche nach Informationen über AVWS, die gerade nach fünfjähriger Odyssee bei unserem Sohn, 11 J., 5. Klasse, Regel-Gym. in NRW, diagnostiziert wurde, sind wir auf der Suche nach Informationen, ob er überhaupt in einer Regelschule beschult werden kann, auf Ihre Website gestoßen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer hervorragend aufgemachten und informativen Seite. Weiter so!

Wir hoffen, dass wir die Regelschule davon überzeugen können, dass Schüler mit AVWS (die Rechtschreibschwierigkeiten, keine -störung!) bedingen auch anders als mit der Empfehlung "Schule verlassen" beschult werden können.

Beste Grüße aus dem Rheinland
Fam. Horn [mail vom 29.05.2009]


zum Artikel 'schriftdolmetscher':

Hallo, ich habe den Artikel mit Interesse gelesen.
Ich stehe am Ende einer Weiterbildung zur Schriftdolmetscherin in Schwerin und biete vom 03.06.09 bis 03.07.09 meine Dienste kostenlos (Praktikum)an.
Wer Bedarf hat bitte an meine Mail eine Nachricht, weitere Infos folgen.
B.Mettke [mail am 11.02.09 von <bmettke@web.de>]


FM-Anlagen bei Schülern AVWS?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe diesen Artikel [Teamteaching mit FM] gelesen, weil ich auf der Suche nach Informationen zu dieser FM-Anlage war.
Meine Tochter hat diese FM-Anlage (Inspiro) seit Dezember zur Probe erhalten. Sie geht auf eine Sprachheilschule, Bereich Hören/Kommunikation, da sie eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung hat. Der dychotische Hörtest ergab auf einem Ohr nur 50%. Aufgrund dieser Störung ist ihre Sprachentwicklung verzögert. Die Erfolge, die sie im Unterricht dort mit der FM-Anlage hat (und auch zuhause) sind deutlich sichtbar. Es ist mit dieser Anlage möglich, das Kind innerhalb der Grundschulschulzeit auf eine Regelschule zurück zu integrieren. Ohne die Anlage sieht die Lehrerin das sehr kritisch.
Trotzdem verweigert uns die Krankenkasse die Kostenübernahme und argumentiert, dass es bis heute in kontrollierten Studien nicht belegt sei, dass die FM-Anlage einen therapeutischen Nutzen hätte.

Können Sie mir zu dieser Aussage etwas konkreteres sagen? Gibt es Studien dazu?

Gruß
Silke Kudrisch [mail vom 11.02.09]

Antwort der best-Redaktion

Sehr geehrte Frau Kudrisch,

wenn Sie den Eindruck haben, dass die FM-Anlage Ihrem Kind hilft, dann sollten Sie unbedingt versuchen, die Kasse zur Kostenübernahme (oder zu einem Zuschuss) zu bewegen.
Es ist richtig, dass der Hersteller die Zulassung seiner FM-Anlagen als Hilfsmittel für Kinder mit AVWS zwar beantragt hat, sie wurde ihm aber bisher nicht erteilt. Eine Studie, die mit dem Vorläufermodell EduLink in der Schweiz durchgeführt wurde, genügt offenbar nicht. Diese Studie können Sie bei Phonak beziehen.

Gleichwohl können Sie gegenüber der Krankenkasse für die Kostenübernahme der FM-Anlage argumentieren, auch wenn sie eine Übernahme schon (mündlch?) abgelehnt hat.

1. So ist die AVWS in die Internatinale Klassifikation der Krankheiten aufgenommen:
"Eine auditive Verarbeitungs- und/oder Wahrnehmungsstörung liegt vor, wenn zentrale Prozesse des Hörens gestört sind. Der Begriff Verarbeitung wird im Sinne einer neuronalen Weiterleitung sowie Vorverarbeitung und Filterung von auditiven Signalen bzw. Informationen auf verschiedenen Ebenen (Hörnerv, Hirnstamm, Kortex) verwendet. Die Wahrnehmung (= Perzeption) wird als ein Teil der Kognition im Sinne einer zu höheren Zentren hin zunehmenden bewussten Analyse auditiver Informationen verstanden." (ICD 10, F80.20)
2. In der Literatur wird immer wieder auf den Nutzen einer FM Anlage für Schüler mit AVWS hingewiesen. Zuletzt von Manfred Lindauer (Hrsg.): Schülerinnen und Schüler mit Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS), Würzburg 2009: "Im Bedarfsfall können technische Hilfen, wie FM-Anlagen (z.B. EduLink-Anlagen), Soundfield-Anlgen für die gesamte Klasse oder Nahbeschallungsanlagen am Schülerplatz eingesetzt werden." (S.90)
3. Vielleicht kann die Lehrerin bzw. die Schule eine förderpädagogische Stellungnahme zur Notwendigkeit des Sprachübertragungssystems für Ihre Tochter anfertigen.

Es lohnt sich auf jeden Fall, Einspruch einzulegen und ggf. zu klagen, da die Kassen erfahrungsgemäß zunächst immer ablehnen, auch wenn sie nach der Rechtslage die Kosten tragen müssten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Das best-Team


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